Archiv für den Monat: April 2015

Erste Erfahrungen aus Namibia.

Anflug auf Namibia

Anflug auf Namibia

Mit diesem Land Rover wirde ich abgeholt.

Mit diesem Land Rover wirde ich abgeholt.

 

Familie Giraffe

Familie Giraffe

Am frühen morgen ist der Himmel noch nicht so blau.

Am frühen morgen ist der Himmel noch nicht so blau.

Der Springbock, das Süd Afrikanische Wappentier

Der Springbock, das Süd Afrikanische Wappentier.

Meine Lieblinge, die Springböcke.

Meine Lieblinge, die Springböcke.

Die drei Buschmänner, mit denen ich viel unternehme.

Die drei Buschmänner, mit denen ich viel unternehme.

Buschmann John zeigt uns das Spuren lesen.

Buschmann John zeigt uns das Spuren lesen.

Buschmann Feuer, wenn er dies schafft, darf er heiraten.

Buschmann Feuer, wenn er dies schafft, darf er heiraten.

Auch ich kann Feuer anmachen.

Auch ich kann Feuer anmachen.

Zebrafamilien begegnet man hier überall.

Zebrafamilien begegnet man hier überall.

Ein Jackal

Ein Jackal

Gemsbock

Gemsbock

Black Rhino

Black Rhino entdeckt nach 3 Stunden Fährten suchen!

Das ist mein neues Auto.

Das ist mein neues Auto.

Kuzikus Gästelodge mit Pool

Frühstücksplatz der Gästelodge.

Frühstücksplatz der Gästelodge.

Es folgen hier im Zeitraffer die ersten Tage in Namibia.

Da bin ich nun mit großer Vorfreude in Namibia angekommen. Von oben sah ich auf dem Flug von Cape Town nach Namibia kein Haus, kein Auto, nur Berge und Steppe. Der Anflug in Windhoek sah nicht anders aus, landen in der Steppe. Wo ist denn nun Windhoek?

Abgeholt wurde ich persönlich von Berend Reinhard, einer der vier Kinder des Kuzikus Gründer Ehepaares Hildrud und Fritz Reinhard. Sie haben vor 35 Jahren diese Farm gekauft und sie seither auf unglaublich abenteuerliche Weise in eine Wildschutz Farm umgewandelt.  www.kuzikus-namibia.de

180 km entfernt von Windhoek liegt Kuzikus, dazwischen Steppe, Schafs- und Rinderfarmen, sonst nichts. Zum Einkaufen muss man wieder nach Windhoeck, sodass ich hier drei Wochen kein Geld ausgeben kann! Wir fuhren also erst einmal zu mehreren Baumärkten, Schwester Johanna baut ein neues Haus, dass noch große Stämme brauchte. Kein Problem für einen Land Rover Jeep, big size.

Nach einigen Stationen ging die Fahrt durch eben diese Steppe. Der Flughafen und Windheok liegen um die 1.700 m hoch. Man empfindet dies als eine große Ebene, die eben nur in dieser Höhe ist. Kuzikus selber liegt flacher und am Rande der Kalahari, was auch an dem roten Sand zu erkennen ist. Irgendwann hörte der Asphalt einfach auf, angekommen sind wir nach einigen Stunden holpriger Fahrt.

Nun wohne ich für 3 Wochen alleine in einem großen Hauszelt mit einem Bad, dem Zelt direkt angeschlossen, nur durch große Fliegengitter mit Reisverschlüssen getrennt. Auf dem Klöchen hat man gratis frische Luft von hinten. Bin sehr gespannt auf die vielen Geräusche in der Nacht. Ich bin sehr müde, ob ich schlafen werde?

Der erste Morgen. Aufstehen um 6:30, Frühstück selber machen und ab 7:30 geht; was auch immer getan werden muss, meine Volontärzeit los.

Die erste Nacht verlief angesichts der neuen Geräusche und der für mich doch sehr ungewohnten Zeltathmosphäre eher nur im Halbschlaf. Doch das war noch nicht alles!

Mein Start in Namibia begann mit einem „Knalleffekt“! In der Nacht vor meinem frühen Abflug nach Namibia schlief ich nur drei Stunden. Durch meine Müdigkeit unaufmerksam, flog ich nachmittags knall auf Fall über meinen Zelteingang auf die Steinterrasse davor auf den Kopf. Eine riesen Beule in Sekunden an meiner rechten Schläfe, Kühlung, Kühlung und Kühlung – mein Nachmittagsprogramm verbrachte ich mit einem Kühlpad auf der Terrasse. Nach der ersten Nacht am Morgen, oh Schreck, oh Graus. Ein dickes blaues Auge, der Erguss ist nach unten gerutscht und mein Auge zu. Furchtbar, ich fühlte mich wie eine Boxerbraut! Sonnenbrille half ein wenig, doch tränte mir den ganzen Tag das Auge. Bis auf ein paar weitere Beulen an Hüfte und Knie, bin ich doch eher ein harter Knochen. Alles ist gut, für mich ein rechtzeitiger Dämpfer. Bei Müdigkeit drei Schritte langsamer und nicht alles gleich auf einmal. Ihr kennt mich doch alle – immer zwei Schritte zu schnell!

Macht euch keine Sorgen, doch das Foto von mir mit blauem Auge bekommt ihr nicht zu sehen!

Der nächste Tag verlief für mich irgendwie anstrengend. Ich war nicht wirklich glücklich mit meiner Situation. Müdigkeit, mein Auge und über das was ich hier so tue, machte mich unzufrieden. Ich sagte mir, dass dies dazu gehöre – wird schon anders werden.

Mein Programm vom 2. Tag in Kurzform:

1. Mit Buschmann Watson den Zaunreparateur absetzen, für mich die Gelegenheit die Wildnis kennenzulernen und erste Fotos zu machen. 2. Fotografenjob, für Johannas Doktorarbeit, Fotos von kleinen Blumen auf dem Gelände machen. Das hieß, auf dem Boden rum rutschen, Macro Aufnahmen machen und die Pflanze in ein Buch zum Pressen einfügen, zwecks Herbarium. 3. Fotos von der Farm und Lodge machen, für die neue Website.

Da bin ich doch glatt in meinen alten Job hinein gerutscht, allerdings in der puren Natur! Herrlich!

Nach dem Pflichtprogramm zog ich abends noch alleine in die Wildnis, mit Funkgerät. Danach bin ich sehr müde um 20:30 Uhr ins Bett gefallen. Hier wird es um punkt 18 Uhr dunkel und 12 Stunden später wieder hell. Mittags zwischen 12 und 15 Uhr ist es sehr heiß. Also steht man hier sehr früh auf, macht eine 3-stündige Pause, danach noch drei Stunden arbeiten.

Der nächste Tag.

Es sind endlich auch Gäste in der Lodge, die heute morgen eine Buschmanntour gebucht haben. Ich wohne zwar nicht so luxuriös, doch dafür kann ich als Volontourist (eine Erfindung aus Kuzikus) alles mitmachen, da ich zwischendurch auf der Farm eben mithelfe, ich habe auch schon mit zwei Buschmännern eine Hausfasade gestrichen.

Um 6:00 Uhr raus in die Wildnis, die gerade erwachte. Eine ganz andere Stimmung, die Tiere sind alle noch enger versammelt und beäugen uns genauso wie wir sie. Giraffenfamilie, Zebrarudel und Gnus, Springböcke …..! Um diese Zeit ist es allerdings eiskalt, die Buschmänner, John und Watson waren dick eingemummelt und wir bekamen Decken. Der Himmel leicht bedeckt, doch war der Ausflug sehr interessant, besonders als wir zu Fuß wanderten und John uns das Spurenlesen zeigte. Danach gab es Frühstück im Lodge Aussichtspavilion, einem wunderschönen Rundhaus, aus deren Fenstern man die Tiere in der Wildnis beobachten kann.

Um 15 Uhr ging es wieder raus, doch diesmal fuhr Berend selber und Watson als Spurensucher mit dabei. Wir fuhren in dem wirklich historisch einmaligen Landrover aus 1952. Mit diesem Wagen fuhr Vater Fritz Reinhard damals durch Afrika, um später hier in Kuzikus zu landen. Vorher arbeitete er für das Max Plank Institut in der Forschung, aus diesem Grund auch in Namibia. Ziel unserer Tour war das Spitzhorn Nasshorn (Black Rhino), dass große Projekt von Kuzikus, gegründet von Hidrud Reinhard. Es gibt nur noch 2.000 Black Rhinos auf der ganzen Welt. Jährlich werden um die 100 gewildert. Jeder kann selber ausrechnen, was dies bedeutet.

Wir fuhren dieses Mal Wege, die ich noch gar nicht kannte. Immer wieder entdeckten Berend und Watson Spuren im Sand, doch wohin sind die/das Black Rhinos gelaufen. Zwischendurch bekamen wir viele andere Tiere zu Gesicht, eigentlich war die Fahrt selber schon spannend genug. Berend gab aber nicht auf, wir fuhren schließlich durchs dicke und stachelige Gebüsch, gingen ständig in Deckung vor stachligen Geäst, als Watson plötzlich in eine Richtung zeigte. Tatsächlich, in einiger Entfernung sahen wir unser erstes Black Rhino. Langsam fuhren wir etwas näher heran, verfolgten es noch bis zur Wasserstelle fast bis zur Dunkelheit. Die Fotos zu dieser Tageszeit sind schwierig gewesen, doch das Erlebnis dieser Pirsch war schon großartig. Am Ende meinte Berend zu mir, du wirst das noch viel mehr erleben. Ist das nicht großartig, da bleib ich doch glatt noch länger hier. So langsam werde ich heimischer.

Heute ist Samstag, da wird nur der halbe Tag gearbeitet. Wir fuhren zu einer Wasserstelle, deren Solarpumpe kaputt gegangen ist und nun ersetzt werden sollte. Ich wollte dies fotografisch dokumentiern. Es dauerte mir dann allerdings zu langsam und schlendere über die Wasserstelle auf die Büsche zu. Hinter mir kam Buschmann John hergerannt, um mich schnell einzufangen – Black Rhino Gebiet, gefährlich. Neugierde hin oder her; Karin pass besser auf. Es fehlte ein entscheidenes Teil, sodass die beiden Buschmänner zurück blieben und ich mit zur Farm fuhr. Das Teil gab es nicht mehr, also musste diese Aktion abgeblasen werden. Und nun?

Karin, schaffst du es nicht die beiden wieder abzuholen? Ups, ich dieses Monster Land Rover Teil fahren, alleine? Ganz einfach, Funk kommt an Bord und dann los. Musst nur meiner Spur folgen. Das war ja nun mal genau das Richtige für mich. Mit etwas pochendem Herzen fuhr ich los, doch siehe da, dieses Monster fährt sich ganz leicht durch den roten Sand. Büsche und Löcher umfährt man einfach, alles etwas schlitterich, so als wenn man auf frischem Schnee fährt. Was für ein Spaß. John und Watson guckten ziemlich überrascht, doch stiegen hinten ein und ließen mich wieder zurück fahren. Dies waren nun meine ersten Tage als Volontourist auf Kuzikus. Nun habe ich viel Zeit zum Lesen und Relaxen und mich endlich wieder einmal zu melden.

Einige Fotos, die das Obige unterstützen, füge ich bei.

Fazit der ersten Tage: Nicht nur der Mond steht hier anders herum, auch das Leben hier hat eine andere Zeitrechnung. Nicht nur, dass das Leben hier nicht gegensätzlicher zu dem in einer Großstadt sein kann. Das ist genau die Herausforderung, die ich mir gewünscht habe. Mit dem Einleben in dieser Wildnis dauert es auch so seine Zeit.

Übrigens, jeden Tag essen wir gerade weißen Trüffel, so wie bei uns Champignons. Durch den späten Regen gibt es Massen in der Steppe, ein Sack kostet eine Kleinigkeit. Mh, lecker!

Eine Woche Cape Town geht zu Ende.

Town Ship Light  Town ship LIght!Cape Town shipyard workerEine Woche reicher Erfahrungen in Cape Town geht nun für mich zu Ende. Zu Ende ist meine Weltreise noch lange nicht, gerade mal eben diese eine Woche. Die Eindrücke sind schon so vielfältig und stark, dass ich gar nicht mit dem Berichten hinterher komme. Morgen ganz in der Frühe fliege ich schon nach Namibia und werde mich dort bei dem Naturschutzprojekt Kuzikus hoffentlich nützlich machen können. Einen kleinen Eindruck der letzten Erlebnisse habe ich auf Facebook hineingestellt. . Für jeden lesbar.

Auf bald aus Namibia.

12. April 2015, 22 Uhr, Start meiner Weltreise, im Flieger Richtung Cape Town.

Mein Ausblick meiner Airbnb Bleibe

Anflug auf Cape Town

Anflug auf Cape Town

Flug über Afrika

Flug über Afrika

Was für ein erhebendes Gefühl. Ich sitze in der Maschine von London nach Kapstadt. „Glück“ habe ich auch gleich als Start mitbekommen, eine Dreier-Bank für mich die nächsten 11 Stunden ganz alleine. So beginnt doch gleich „Meine Brise Freiheit“.

Große Emotion überkam mich beim Start in London. Eine Schwingung zwischen Glücksgefühl, Entspannung nach all den aufregenden letzten Tagen, die gepaart waren mit vielen Abschieden und stressiger Organisationen, Glückstränen und einem Gefühl von „Ja jetzt geht es los“. Endgültig gibt es kein zurück mehr, ein Jahr werde ich nicht in Europa sein, nicht bei meiner Familie und Freunden, nichts Vertrautes – alles wird neu sein, mir unbekannt! Es kribbelt im Bauch angesichts dieser Tatsache. Ein tolles Gefühl, die Angst und Panikattacken der letzten Wochen, die mich immer mal wieder einholten, scheinen gerade vergessen.

Jetzt feiere ich mich erst einmal und stoße mit mir an, die Stewardess hat sogar einen Codornui für mich, ein Cava aus Spanien. Vor einigen Jahren habe ich die Sektkellerei gemeinsam mit Christina besichtigt. Das kann ja einfach nur so weitergehen – Prosit!

Um die letzten Ereignisse nicht bis zum nächsten Jahr zu vergessen, begebe ich mich noch einmal wieder zurück nach Hamburg…Die letzte Woche hatte es wirklich in sich. Die Aufregung stieg immens, allerdings kreisten meine Gedanken hauptsächlich darum, alles noch schaffen zu können.

Die Organisation der notwendigen Dinge, die zum Teil für ein Jahr im Voraus zu erledigenden waren, das Haus sollte mit allem bestens versorgt sein, damit meine Homesitterin Helga sich auch zu Recht findet. Mein Hund Liana soll es auch bei ihr gut haben, die Finanzen müssen geregelt sein, ja und meine Reise hat auch so einiges noch gefordert. Noch bis zu Letzt wurden Flüge gebucht, Rechnungen bezahlt, Technik in Ordnung gebracht ….! Doch am aller wichtigsten sind da meine Lieben und Freunde, die ich beinahe im Marathon verabschiedet habe.

An einem Tag fünf Besuche, einschließlich des Projektstartes „Glaube, Liebe, Hoffnung“ mit Schmuckdesignerin Judith Lotter und der St. Pauli Kirche.

Gerade hat mir eine sehr liebe Stewardess ein Glas Champagner und Nüsse gebracht, obwohl ich Economy fliege. In meiner Freude hatte ich ihr erzählt, dass ich meine einjährige Weltreise starte und dies mit einem Glas Sekt zelebrieren möchte.

Ein tolle Erfahrung, die ich heute schon einige Male erlebt habe. Ich brauche nur von meinem großen Vorhaben zu erzählen, sofort öffnen sich ungeahnte Türen. Auch beim Check-In wurde ich dadurch wohl auf diese Bank gesetzt. Man muss nur den Mund aufmachen. Zum Wohle meine Lieben daheim.

Der Abschied von meinen fünf Kindern und meiner ersten Enkelin Emma war wirklich besonders emotional und in meinem tiefen Herzen mit allen Facetten durchsetzt. Das Loslassen mit seiner ganzen Konsequenz auch aushalten zu können, ist und war nicht immer ganz einfach. Hatten wir alle zusammen ein gemeinsames Osterfest, wie immer mit vollem Haus, so war der ständig laufende Abschied schwer auszuhalten. Meine Tränen kullerten, als sich Ostermontag Henny und Paddy nach Monaco und Miami verabschiedeten. Doch gleichzeitig fühlte ich mit jedem Abschied auch ein Stück mehr Freiheit auf meinem Weg in meine „Brise Freiheit“. Gesteigert hat sich dieses Gefühl die letzten Tage. Konnte ich doch wahrnehmen, wie schwer es meinen Kindern geht, mich loszulassen. Bei aller Sehnsucht nach meiner Freiheit, die für mich darin besteht, ganz alleine nur für mich entscheiden zu können, ohne abwägen zu müssen, ob dies auch vereinbar ist mit den Dingen, die mein Leben bisher bestimmten. Meine Familie hält immer ein Band fest, das direkt zu mir führt und trotzdem haben sie mich ziehen lassen. Das rechne ich ihnen hoch an und gleichzeitig birgt sich darin auch ein großes Vertrauen von tiefer Verbundenheit.

Das ist eine ganz besondere und tiefe Freiheit.
Ich habe eine tolle Familie, alle finden wir unseren Weg. Auch mit 60 geht der Weg weiter, meiner spurt gerade ins Abenteuer Welt – Leben!

Ich habe so etwas Aufregendes, fantastisches, Bauch prickelndes vor mir, ich kann es selber kaum glauben! Die letzten Wochen rauschten in einem Tempo vorbei, da vergaß ich zwischendurch, warum es eigentlich so rauscht. Jetzt, auf der ersten Etappe nach Afrika; Yayyyy ich fliege nach Afrika; wird mir erst bewusst, was da alles so los war.

Viele sagen, endlich kannst du dir deinen Traum erfüllen. Habe ich wirklich davon geträumt, eine Weltreise ganz alleine mit mir und meiner Kamera?

Die Welt und ihre unterschiedlichen Kulturen haben mich immer interessiert und aus Zeitmangel nicht lebbar gewesen. Neugierig bin ich auf die vielen Menschen, die mir mit ihren Kulturen, Sitten und Gebräuchen begegnen werden. Die unterschiedlichsten Naturschönheiten, die unsere Erde immer noch zu bieten hat, lassen mich jetzt schon erzittern. Bleibt noch die Tierwelt mit ihren tausenden von aufregenden und unterschiedlichsten Arten. All das wird mir auf meiner Reise begegnen – ist das nicht fantastisch, grandios, bombastisch!

Das alles möchte ich kennen lernen, unser Planet Erde hat zwar viele Schattenseiten, hervorgerufen von den Menschen. Doch bin ich der festen Meinung, dass ich durch meine Reise, auf der ich nach den guten Dingen dieser Erde suche, diesem Planeten eine Ehre erweise, sie auch liebenswert erscheinen zu lassen.
Wer liebenswert ist, wird viel mehr geschätzt und geachtet, der Mensch, so wie unsere Erde!
Das ist mein Hauptanliegen dieser Reise, dass die Menschen wieder von ihr träumen, von Orten, die erhaltenswert bleiben durch Menschen, die diese auch lieben.

Negative Schlagzeilen erzeugen Enttäuschung, Trauer und Depression und das macht Handlungsunfähig!

Noch sitze ich einige Stunden im Flugzeug, doch verspüre ich schon jetzt so viel positive und lebendige Energie, dass ich zu sehen muss noch etwas Schlaf zu bekommen, damit ich die Landung in Kapstadt nicht verschlafe! Good night.

11 Stunden sind nun schon vergangen, auf meiner großen Schlafbank gingen die Stunden schnell vorbei. Unter mir befindet sich schon länger Südafrika mit seiner braunen, leicht hügeligen Landschaft. So sieht es jedenfalls aus 11.000 m aus.

In 20 Minuten lande ich in Kapstadt, damit beginnt mein Abenteuer nun wirklich. In meinem Bauch grummelt es doch ziemlich, keiner holt mich ab, wie Pauschaltouristen. Nein, ich muss mir alles selber erforschen und sicher in meiner Bleibe in Sea Point, bei meiner ersten Airb&b Unterkunft. Ich bin doch ganz schön aufgeregt.

14. April in Cape Town

TafelbergV&A WaterfrontClock TowerDie ersten Elefanten

Mein Start hatte gleich einen Stolperstein zur Verfügung. Mein Taxi fand meine Adresse nicht, die Angaben waren auch für mich zu fremd. Mit meinem großen Gepäck ließ ich mich in der Nähe im Hotel Ritz absetzen. Dort konnte ich meine Sachen einschließen und machte mich dann zu Fuß auf die Suche meiner Airbnb Bleibe, die ich durch durchfragen auch schnell fand.

Endlich Angekommen! Ein wunderbarer Ausblick empfing mich und versöhnte mich schnell.

Dann ging es zu Fuß an der Bay entlang zur V&A Waterfront, touristisch, doch für den Anfang genau richtig. Ein paar Fotos werden dies zeigen.

Heute werde ich mir ein City Bus-Ticket kaufen und damit meinen Kreis in Kapstadt vergrößern.

Meine Weltreise vom 12. April 2015 bis zum 12. April 2016

Hier kommt noch ein Nachtrag aus der Zeit vor meiner Abreise.

Heute ist der 15. März, genau in 4 Wochen starte ich meine lang ersehnte Weltreise.

So viele Gedanken, Ideen und Pläne gehen mir durch den Kopf. Ich schaue mich in meinem wunderschönen Haus um und denke, ja, alles wunderschön und gemütlich; doch gar nicht wirklich lebendig. Ich bin als Stier geboren, auch scheinen die stierischen Anlagen auf mich zu zutreffen. Gemütlichkeit, man möchte es schön um sich haben und gestaltet auch ständig um – richtig. So habe ich 60 Jahre lang gelebt und es ist auch ein Teil von mir, besonders mit meiner großen Familie mit meinen 5 Kindern.

In meinem stierischen Dasein muss auch noch eine andere Seele leben, vielleicht hat sie mit meinen Genen zu tun. Hatte ich doch einen Vater, der nicht nur der Erfinder der Falk Stadtpläne war, sondern diese Idee auch unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg umgesetzt hat. Um ans Ziel zu kommen, ist er unter anderem kurze Zeit nach dem Krieg 5 mal nach Amerika aufgebrochen. 48 Stunden mit dem Flugzeug nach Sao Paulo, oder mit der „Bremen“ auf Jungfernfahrt nach New York! Damals war er zwischen 26 und 30 Jahren.

Die Reise-Gene und der Abenteuerwunsch sind mir somit in die Wiege gelegt worden. Ich musste allerdings erst 60 Jahre alt werden, um mir meinen Wunsch, die Welt und ihre unterschiedlichsten Kulturen und Menschen kennenzulernen, erfüllen zu können.

Meine reiche Lebenserfahrung wird es mir allerdings auch leichter machen.
Wenn ich über meine Reise nachdenke und all die tollen Erlebnisse nur wage in Erwartung empfinde, kann ich mir ein Leben wie bisher überhaupt nicht mehr vorstellen. Und das, obwohl ich noch gar nicht gestartet bin!

Ich bin so voller Vorfreude auf das was ich alles erleben werde, dass ich kaum noch normal schlafen kann.
Jeden Tag entsteht eine neue Falte in meinem Gesicht, so scheint es, jedes Foto möchte ich gleich vernichten, doch innerlich fühle ich mich unglaublich jung, wenn ich an den nahen Start meiner Reise denke.

Bin sehr gespannt, ob das auf der Reise so bleibt. Bisher war mein Gesicht immer der Spiegel meines Lebensgefühles, also Falten glättend! Gerade freue ich mich riesig auf das Kommende, doch gleichzeitig bin ich total angestrengt von all der Vorbereitungen und sicher auch der Ängste des Unbekannten, was da alles so auf mich zu kommen wird.

Freude und Ängste sind sehr dicht beieinander! Warum bleibe ich nicht einfach nur ein Jahr auf meiner Lieblingsinsel Amrum – weil es mir dann an Herausforderungen fehlen wird.

Ich möchte noch jeden (fast) Winkel dieser Welt entdecken!

Das Abenteuer beginnt…Let the adventure begin…

Der Rucksack ist gepackt, Familie und Freunde wurden ein letztes Mal geherzt und nun ist es Zeit: Das Abenteuer kann beginnen!
Voller Freude, Neugier und Abenteuerlust trete ich nun meine Reise an. Erstes Ziel ist Kapstadt. Ein erster Bericht folgt, sobald ich dort angekommen bin.

My bag ist packed, I said farewell to family and friends. So now it`s time to let the adventure begin!
I’m fulfilled with happiness, curiosity and thirst for adventure. First stop will be Cape Town. A little report about my first days will be online soon.

start 2

Die Tage sind gezählt…The days are counted…

In 3 Tagen geht meine große Reise los. Auf dem Foto seht Ihr meine Ausrüstung, die ich in meine 20 kg-Rucksack verpacken muss.
Noch habe ich keine Kleidung dabei, außer Wanderstiefel und Badelatschen. Bin sehr gespannt, was ich wirklich alles mitbekomme. Werde Euch auf dem Laufenden halten.

In 3 days I will be already in the plane, heading towards Cape Town. At the moment I’m getting ready…well, at least I’m trying to. On the picture you can see all my stuff that is supposed to fit into my backpack.  I don’t have any idea yet how this stuff will fit into it…I’ll keep you updated, promise!

packingmystuff