Bei meinem Volontariat auf Kuzikus lerne ich sehr viel Neues kennen.

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Mehrjähriges Gras!

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Hier wächst kein Gras mehr.

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Springböcke und andere Tiere brauchen das mehrjährige Gras als Futter.

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Nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern auch vielfach nutzbar. Wie ich hörte als Daunen oder Ohrstöpsel

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Diese Bohnenartige Akazienfrucht ist Futter für viele Tiere.

Sonntag 26.April    

Am Morgen ging es mit Johanna, Biologin/Zoologin, in die Savanne und nicht Steppe! Von ihr lerne ich viel über die Gegebenheiten hier an der Kalahari Grenze. Steppe: da wächst nur Gestrüpp oder gar nichts. In der Savanne wächst im besten Fall mehrjähriges Gras, stehen Büsche und Bäume, doch man muss durch Überweidung aufpassen, dass es nicht verbuscht. Das würde das Gras zerstören und die Wildtiere hätten nichts zu fressen. Ihr heutiges Projekt waren nicht die hier blühenden Pflanzen, sondern untersucht sie die verschiedenen Insektenarten auf unterschiedlichem Grund. Der eine ist sogar absichtlich abgebrannt worden, der andere völlig abgeteilt von der Wildnis.

Dort stehen Fallen in Form von eingegrabenen Eimern. Sie sammelt diese Tiere und katalogisiert sie, auch in Schaukästen. Einen Skorpion haben wir auch entdeckt, doch den ließen wir nach einem Foto laufen. Die Eimer wurden von mir auf den Knien rutschend wieder eingebuddelt. Ich hatte eine zu kurze Hose an, sodass ich mir dabei die Knie auf dem roten, heißen Sand etwas zerschunden habe. Jetzt brennen sie. Das Leben ist hart in der Kalahari!

Am Nachmittag bekam ich überraschend die Aufgabe unser kleines Straußenbaby aus dem Gehege zulassen, dabei aber nicht aus den Augen zulassen. Mir hat es einen riesen Spaß gemacht, komme ich dabei so richtig zur Ruhe und mit Tieren kann ich umgehen. Auch ein paar schöne Fotos kamen dabei heraus. Nach einer Stunde sattfressen ging es fast von selbst wieder ins Gehege. Diese Aufgabe obliegt mir nun fast jeden Nachmittag.

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Dieses Straußenbaby wurde vor einiger Zeit eingeklemmt im Zaun gefunden.

Jeden zweiten Tag mache ich auf meiner kleinen Zeltterrasse etwas Joga und Stretching, damit ich nicht einroste. Einer der Gärtner erhascht davon einen Blick, griente vor sich hin; so was verrücktes, dachte er bestimmt.

Morgen geht es wieder zur Solarpumpe. Ob sie wohl fertig wird?

 27.April.

Die Solarpumpe hat es wirklich in sich. Wir kamen gar nicht erst los, weil ein Elektrostecker verschwunden war. Eine Stunde vergeblichen Suchens hat Berend auf die Idee gebracht mich mit John los zuschicken und bei der Pumpe nachzuschauen. Diesmal fuhr ich schon ganz locker mit dem Land Rover durch den roten Sand. John und ich schauten uns um, es war nichts zu finden. Ich wollte gerade meinen Kreis des Suchens vergrößern, als John ganz aufgeregt zu mir winkte. Hier hat uns ein Nashorn gewittert und dabei ganz wütend geworden. Er hatte wilde Spuren hinterlassen, kleine Pflanzen waren herausgerissen. Schnell, wir fahren noch einen Bogen und dann wieder weg! Das sah in der Tat nicht harmlos aus, auch ich wollte diesem Nashorn nicht begegnen.

Am Nachmittag ergab sich die Gelegenheit mit Fritz weitere Trüffel von den Schwarzen der Nachbarfarm einzukaufen. „Ok, Karin da kannst tolle Fotos machen“. Wir nahmen noch eine riesen alte Waage mit, wegen der Fotos. Bei der Fahrt über die Farm entstand sehr schnell ein interessantes Gespräch über die Entwicklungshilfe aus den Neunzigern und dem Naturschutz heute. So erfuhr ich, wie wichtig es ist, die Einheimischen in alle Aktivitäten mit einzubeziehen und warum die Jagd, sowie andere Natur schützenden Maßnahmen wichtig sind. Den Menschen wird der Nutzen beigebracht, indem sie immer etwas davon abbekommen. Sie merken dadurch, wie wichtig es ist auf ihr Wild zu achten und verhalten sich entsprechend achtsam.

Am Ausgang der Farm angekommen, kamen uns gleich vier Schwarze mit zwei großen Tüten Trüffel entgegen. Die große Waage ergab in der Tat ein sehr dekoratives Bild mitten im roten Sand, dahinter die Schwarzen und Fritz. 10 kg Trüffel plus etwas Foto Geld für 20 €.

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10 kg Trüffel, ausgegraben von dieser Familie.

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